Die richtige Speichergröße - so berechnen Sie sie
Ein Stromspeicher macht aus einer guten PV-Anlage eine sehr gute - vorausgesetzt, die Größe passt. Zu klein, und Sie verlieren Eigenverbrauchspotenzial. Zu groß, und Sie zahlen unnötig viel. Als Elektromeister rechne ich täglich für Kunden in Stuttgart und Umgebung die optimale Speichergröße aus.
Die Faustregel
Eine bewährte Faustregel: 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Bei einem typischen Stuttgarter Vier-Personen-Haushalt mit 5.000 kWh Verbrauch wäre das also ein 5-kWh-Speicher. Diese Regel ist aber nur ein Startpunkt - es kommt auf weitere Faktoren an.
Welche Größe für welchen Haushalt?
1-2 Personen Haushalt (2.500 kWh): 3-5 kWh Speicher.
3-4 Personen ohne E-Auto (4.500 kWh): 5-7 kWh Speicher.
4-5 Personen mit E-Auto (8.000 kWh): 10-12 kWh Speicher.
Großer Haushalt mit Wärmepumpe (12.000 kWh): 15-20 kWh Speicher.
Wann sich ein größerer Speicher lohnt
Bei Wärmepumpe, E-Auto und zukünftiger Steigerung der Strompreise lohnt sich oft eine etwas größere Dimensionierung. Auch wenn Sie viel im Homeoffice arbeiten und tagsüber viel Strom verbrauchen, ist mehr Speicher selten falsch. Wichtig: moderne Speicher sind modular erweiterbar - Sie können also später ergänzen.
Was kostet das?
Aktuell kostet ein hochwertiger Speicher inklusive Wechselrichter und Installation rund 700-900 Euro pro kWh. Eine 10-kWh-Lösung liegt also bei etwa 7.000-9.000 Euro netto. Durch den Nullsteuersatz und höheren Eigenverbrauch amortisiert sich das in 8-12 Jahren. Wir beraten Sie gerne konkret zu Ihrem Fall.
