PV alleine oder mit Speicher - die ehrliche Antwort
Praktisch jeder Kunde fragt mich: Lohnt sich der Stromspeicher? Die kurze Antwort: in den meisten Fällen ja - vorausgesetzt, die Anlage ist richtig dimensioniert. Hier die ausführliche Rechnung für einen typischen Stuttgarter Haushalt.
Ohne Speicher - das Standardszenario
Eine 10-kWp-PV-Anlage ohne Speicher erreicht typischerweise eine Eigenverbrauchsquote von 25-35 Prozent. Das bedeutet: 65-75 Prozent des erzeugten Stroms gehen ins Netz und werden mit der mageren Einspeisevergütung (7,94 Cent/kWh) vergütet. Den Rest verbrauchen Sie selbst und sparen so 35 Cent/kWh.
Mit Speicher - so steigt die Quote
Ein 10-kWh-Speicher hebt die Eigenverbrauchsquote auf 65-80 Prozent. Konkret bedeutet das: Statt für teure 35 Cent zu kaufen, nutzen Sie deutlich mehr Eigenstrom. Bei einem typischen 4-Personen-Haushalt mit 5.000 kWh Verbrauch sind das zusätzliche 1.500-2.000 kWh Eigenverbrauch pro Jahr - eine Ersparnis von 500-700 Euro.
Wirtschaftlichkeit konkret
Ein 10-kWh-Speicher kostet aktuell 7.000-9.000 Euro inkl. Installation (mit 0 Prozent MwSt). Bei 500-700 Euro jährlicher Mehrersparnis amortisiert sich der Speicher in 12-16 Jahren. Bei einer Lebensdauer von 15-20 Jahren ist das knapp - aber: Strompreise werden weiter steigen, was die Rechnung verbessert.
Wann lohnt sich der Speicher besonders?
Mit Wärmepumpe, E-Auto, Homeoffice oder generell hohem Verbrauch wird der Speicher deutlich wirtschaftlicher. Auch wer Notstromfunktion will (bei Stromausfall weiterhin Eigenversorgung), kommt am Speicher nicht vorbei. Bei mir in Stuttgart entscheiden sich aktuell 8 von 10 Neukunden für die Kombination - aus gutem Grund.
