Brandschutz im Eigenheim - die wichtigsten Regeln

Elektrische Anlagen sind eine der häufigsten Brandursachen in deutschen Haushalten - laut Schadensstatistik der Versicherer rund 30 Prozent aller Wohnungsbrände gehen auf elektrische Defekte zurück. Die DIN VDE 0100 regelt, wie elektrische Anlagen sicher errichtet werden müssen. Hier die wichtigsten Punkte für Eigentümer.

Was die DIN VDE 0100-410 fordert

Seit 2007 ist ein 30-mA-FI-Schutzschalter für alle Steckdosenstromkreise im Wohnbereich Pflicht. Bei Sanierungen muss das nachgerüstet werden. Bei Neubauten ist es selbstverständlich. Wenn Ihr Haus älter ist und Sie keinen FI haben: dringender Handlungsbedarf.

Brandschutz-Schalter (AFDD) - die neue Generation

Brandschutz-Schalter (Arc Fault Detection Device) erkennen Funkenbildung in Kabeln und schalten ab, bevor ein Brand entsteht. Seit 2018 in bestimmten Räumen Pflicht (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Räume mit brennbarem Baumaterial). Bei Neubauten und größeren Sanierungen installieren wir AFDD standardmäßig.

Rauchwarnmelder - in Baden-Württemberg Pflicht

Seit 2015 sind Rauchwarnmelder in allen Schlafräumen und Fluren Pflicht. Wir empfehlen vernetzte Geräte mit 230V-Anschluss statt Batterie-Modellen - das spart Wartungsaufwand und ist zuverlässiger.

Was Sie selbst tun können

Mehrfachsteckdosen niemals kaskadieren. Heizlüfter und andere Großverbraucher nie an Verlängerungen anschließen. Bei warmen Steckdosen sofort abschalten und prüfen lassen. Lassen Sie Ihre Elektroinstallation alle 4 Jahre prüfen - das macht ein Elektrofachbetrieb in 1-2 Stunden und kostet 150-300 Euro.

E-Check für Versicherung

Viele Versicherungen geben Rabatt, wenn Sie einen aktuellen E-Check vorweisen. Wir führen E-Checks regelmäßig in Stuttgart durch und stellen Ihnen das Prüfprotokoll aus.

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