Die 7 typischen Fehler bei der Beleuchtungsplanung

Bauherren in Stuttgart denken oft erst kurz vor dem Einzug an die Beleuchtung. Das ist zu spät - viele Entscheidungen müssen bereits in der Rohbauphase getroffen werden. Hier die sieben häufigsten Fehler, die ich als Elektromeister tagtäglich sehe.

1. Zu wenig Lichtauslässe

Eine zentrale Deckenleuchte im Wohnzimmer reicht nicht. Geplant werden sollten mindestens 3-5 Lichtquellen pro Raum: Allgemeinlicht, Akzentbeleuchtung, Stimmungslicht. Nachrüsten ist im Beton-Geschossbau extrem teuer.

2. Falsche Lichttemperatur

Bürowarm-weiß (4000K) im Schlafzimmer wirkt wie ein Krankenhaus. Warm-weiß (2700K) ist für Wohnräume die richtige Wahl. Für Küche und Bad bietet sich Tunable White an - tagsüber kühler, abends warm.

3. Keine Dimmer

Statt voller Helligkeit auch mal Stimmungslicht? Geht nur, wenn der Stromkreis dimmbar ist. Bei LED brauchen Sie LED-fähige Dimmer und kompatible Leuchtmittel. Wir planen das in jedem Projekt mit ein.

4. Vergessene Wechselschaltungen

Lange Flure, Treppenhäuser, Schlafzimmer - hier sollten Lichter von beiden Seiten geschaltet werden können. Im Nachhinein ist das aufwendig, im Rohbau einfach.

5. Steckdosen unterschätzen

RAL-Standard sind 4-7 Doppelsteckdosen pro Raum. Wir empfehlen das Doppelte - lieber zu viele als zu wenige. Insbesondere am Schreibtisch, hinter dem TV und im Bett (Lade-Steckdosen).

6. Smart-Home-Vorbereitung vergessen

Auch wenn Sie heute kein Smart Home wollen - die Vorbereitung (Busleitung, Neutralleiter an Schaltern, Tasterstellen) kostet kaum Mehraufwand und hält Optionen offen.

7. Außenbeleuchtung am Schluss

Hauseinfahrt, Garten, Terrasse, Gartenhaus - planen Sie früh, sonst gibt es später hässliche Aufputz-Lösungen. Wir empfehlen Bewegungsmelder mit Tageslicht-Sensor an Eingängen.

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